Klettertrips in den Süden

Das schönste an der Uni sind die Semesterferien, da kann sich der geplagte Student endlich von den Strapazen des Studiums erholen… Da der fränkische Fels im Frühjahr häufig tropfnass ist, sind wir einige Male pünktlich mit Start der Semesterferien in die einschlägigen Klettergebiete Südfrankreichs und Spaniens gepilgert.

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Le rasta faut rien  (G. d. Tarn, 8a+)

Damals waren noch Gebiete wie Buoux, Volx, Claret und Calanques in Mode, heute sind das schon fast Old- School-Spots und man geht eher in die Spanischen Topgebiete wie Margalef oder Terradets. Buoux bei Aix- en-Provence ist für mich eines der coolsten Gebiete, wahrscheinlich auch deswegen, weil die Lochzieherei den fränkischen Gewohnheiten doch sehr Nahe kommt.

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Rêve de papillon (Buoux, 8a)

In Buoux reiht sich ein Kletter- Meilenstein an den anderen, und im Frühjahr versuchen sich zahlreiche Aspiranten an den Klassikern wie Reve de papillon (8a), Tabou (8a+), Chouca (8a+), La Rose et le vampire (8b) oder La Mission (8b).

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Couca (Buoux, 8a+)

Beim ersten Buoux Trip war ich so motiviert, dass die soeben genannten Routen der Reihe nach gefallen sind. Darauf bin ich ein bisschen stolz, weil 8b damals mein Limit war und weil gerade „La Rose“ doch einigen bekannten Spitzenkletterern Kopfschmerzen bereitet hat. Im Jahr darauf hat mir dann „Le spectre du surmutant“ (8b+) etwas mehr zu tun gegeben, aber irgendwann konnt ich den gefürchteten Abschluss-Dyno doch mal erfolgreich landen.

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Le spectre du surmutant (Buoux, 8b+)

Das Frühjahr danach haben wir uns zuerst in Siurana (Spanien) und danach in der beliebte Tarnschlucht (Frankreich) wortwörtlich die Kante gegeben. In der Tarn hat sich dann unser vierwöchiger 2er/1er Rhythmus (2 Tage Klettern, 1 Tag Ruhe) gerächt, und obwohl wir auch dort einige schöne, schwere Routen ziehen konnte, hat die Formkurve doch eher Richtung Erdboden gezeigt.

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Le spectre d’ottokar (G. d. Tarn, 8a+)

Was damals ungetrübter Kletteralltag im sonnigen Süden war (man musste sich wochenlang eigentlich nur um Kletter-Essen-Schlafen kümmern) erscheint mir jetzt als Freizeitluxus, nach dem Motto „Tage wie diese – kommen nie wieder…“. Mehr Bilder gibt’s in der Gallery, sie stammen grösstenteils vom Freund und Fotografen Jörg Zeidelhack, herzlichen Dank dafür!

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Ceüse

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