Im Basler Jura gibt’s den Chuenisberg, eine knapp 18 Meter überhängende, schattige, im Wald versteckte Wand, prädestiniert für kurze, schwere Sportkletterrouten.

Am Chuenisberg wurde Klettergeschichte geschrieben, hier hat der Franzose Antoine LeMenestrel Mitte der 80er Jahre der Kletterszene gezeigt wo der Hammer hängt, und die damals schwerste Route der Welt „Ravage“ (8b/c) erstbegangen.

Mittlerweile ist das ein Schwierigkeitsgrad, der von guten Kletterern ge-onsighted wird, nichts desto trotz ist Ravage für viele Aspiranten immer noch ein Testpiece und zählt zu den schwierigeren Routen im Jura. Als ich mir im Sommer 2002 ein Zimmer in Bern für ein Praktikum gesucht hab, wär ich „im Vorbeifahren“ fast schon fast um eine Begehung von Ravage reicher geworden. An dem Tag hat mich Ravage sage und schreibe 5 Mal kurz vor dem Umlenker abgeworfen, sehr zum Leidwesen meines Sicherungsmannes, der sich meine Flüche im Wald anhören musste.

Erst 2007 hab ich die Rechnung beglichen, aber dafür im selben Sommer noch die zwei weiteren Toprouten am Platz, „Enfant de bohème“ (8c) und L’appel de la forêt (8c) klettern können. Es waren schöne Sommertage am Chuenisberg unter anderem mit Franz Widmer der kurz vor mir diese „Chuenis- Trilogie“ klettern konnte.