Klettern im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wirft schnell ein Wort auf: RISSE!

Als eingefleischter, europäischer Sportkletterer, und als Kind des Frankenjuras mit Vorliebe für Kalklöcher und Leisten, hat ich mit Rissen höchstens sporadisch Bekanntschaft gemacht, und wenn dann im Kalk. Höchstens wenn es mal darum ging irgendeinen Finger- Klemmer in einer Sportklettertour zu stopfen, oder nach erfolgreichem Faustklemmer im Frankenklassiker „Thriller“ kam ich mir schon als halber Risskletterer vor.

Das Granitriss- Manko musste ausgemerzt werden und ausserdem ist es schon fast Pflicht als Kletterer die Quasi- Geburtsstätte des Freikletterns zu besuchen, und den berühmten Gebiete im amerikanischen Westen einen Besuch abzustatten.

Andi Mürner war schnell für einen dreimonatigen Trip zu begeistern, und mit Andi im Gepäck war die Motivation hoch, denn was soll schon mit einem so starken Kletterer und Alpinisten aus dem BEO schief gehen.

So haben sich zwei dünne Kalk- Zergler Mitte September mit einer Menge ungewohnter Ausrüstung wie Friends, Haulbags, Traylines, etc… auf den Weg gemacht, um die Kletter-Klassiker des amerikanischen Westens unter die Lupe und Finger zu nehmen.

Um es vorab zu sagen: Wir haben uns nicht schlecht geschlagen, obgleich ich mit Fug und Recht behaupten darf, dass ich bis zum Schluss kein guter Risskletterer geworden bin. Andi hat sich hervorragend geschlagen und war neben seiner Allround- Kletterfähigkeit ein top Kumpel und Seilpartner während des gesamten Trips.

Neben dem Yosemite waren wir noch in vielen anderen Gebieten und hatten immer super Fels unter den Fingern. Neben den Rissgebieten wie dem Valley, Zion National Park und Indian Creek hat es uns besonders das Bouldern in den Gebieten bei Bishop angetan.

Und hier konnte wir uns auch vom Risse pumpen erholen und wieder kleine Griffe anständig durchreissen… Unsere Erlebnisse wie die 2.5 Tage an der Nose am El Cap oder das Klettern in der Wüste bei Moab gibt’s in einem eigenen Reiseblog. Schaut mal rein!

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