Brienzer Rothorngrat

Nach Durchzug der Kaltfront ist die Luft sauber gewaschen und labil (Rückseitenwetter). Wenn die ersten Sonnenstrahlen auf den Boden knallen gibt’s oft ergiebige Thermik, die von weit unten heraus pumpt.

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Tiefe Wolkenbasis

Da am ersten Tag nach grossen Regenfällen die Wolkenbasis eher tief hängt, haben Adi und ich das Startvorhaben Niesen gecancelt (der war den ganzen Tag in den  Wolken) und sind ans Amisbühl bei Interlaken.

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Brienz – Blick nach Interlaken

Der Startplatz war knapp unter den Wolken und mit den ersten Sonnenstrahlen hat man schnell gemerkt, dass die Sache gut kommt. Nach dem Start sind wir dann auch zügig an den Hardergrat rüber geflogen und dann immer schön dem See und dem Rothorngrat entlang bis zum Brünig und zurück gestempelt.

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Brünigpass – Blick auf Lungern

Cool war besonders, dass die Basis Anfangs deutlich unter Gratniveau bei ca. 1400m war und man ohne grosses Drehen immer schön dicht unter der Wolkenstrasse entlangschleichen konnte. Zurück am Amis sind wir noch ans Niederhorn geflogen, oder besser gesagt auf Vorsass / Mittelstation, da weiter oben alles dicht war. Den Heimflug auf Thun hab ich bei einem Blick ums Eck, angesichts der tiefen Basis und dem Gegenwind, verworfen und bin im Lehn landen gegangen. Adi hat sich am Sigriswiler Grat noch 400m in der Wolke hochgemogelt (der mag Wolken- und Blindflug) und konnte tatsächlich kurz vor Thun landen, sauber!