Das war schon der Hammer, was das Wetter an Pfingsten geboten hat. Sonne pur, schwachwindig, geringe Gewitterneigung und hohe Wolkenbasis. Logisch sind da Flugrekorde gepurzelt, die Ostalpen waren thermisch anscheinend noch besser dran als wir im Westen.

Die Österreicher haben sich nicht lumpen lassen und gleich zwei Mal den Weltrekord in den Alpen geknackt. Einmal der absolute Rekord mi 325km FAI Dreieck (Link zum Flug) auf dem Ozone- Rennschlitten Enzo, noch cooler find ich den Rekord von 300km FAI (Link zum Flug) auf einem B Schirm, Nova Mentor, wow! Der Typ ist 12h geflogen, Start um kurz vor 9 Uhr. Man beachte bei seinem Track wie er den südlichen Wendepunkt gesetzt hat: Von der Marmolada so lang in die stabile Südluft abgeglitten, bis der Wendepunkt die 300er Marke gezeigt hat. Dann wieder zurückversetzten lassen, geduldig hochsoaren und heimfliegen, Respekt vor der Planung und Umsetzung!

Meine Rekorde waren verglichen damit, ähem… eher persönlicher Art. An allen drei Tagen bin ich immerhin über 100km Strecke gekommen und konnt dabei auf 4000 MüM fliegen können (keine Kunst – eigentlich ging’s gratis hoch).

Zwei Mal bin ich vom Niesen zum Pic Chaussy vor Leysin und zurück, einmal mit Absaufer am Dreispitz im Kiental wegen Cirren am Nachmittag. (Adler Hannibal lässt grüssen). Meine schönster Flug war die 160km Alpenrundfahrt vom Wallis ins Berner Oberland, das Fliegen über dem Alpenhauptkamm war schlichtweg genial. Zuerst ging‘s von Fiesch an den Grimsel, danach ins Unterwallis, und bei Leukerbad bin ich über den Gemmipass vorbei an Adelboden und Kandersteg gecruist. Danach Querung über das Kiental und ans Schilthorn, um den Touris auf der Plattform in die Kameras zu winken.

Am Nachmittag dann via Männlichen nach Grindelwald / First und mit Blick auf den See bis Höhe Brienz. Am Abend hab ich’s dann noch via Schynige Platte ans Morgenberghorn geschafft und bin nach knapp 8 Stunden in Interlaken gelandet, mit grossem Grinsen aufm Gesicht.