Zum Family Urlaub ging‘s im Herbst an die Costa Blanca, die spanische Mittelmeerküste bei Alicante. Wir hatten zwei Wochen Sonne pur mit Temperaturen zwischen 25 – 30 Grad, das entschädigt doch mal für den sonst eher durchzogenen Schweizer Sommer.

Auch das Wasser ist mit ca. 22 Grad noch recht warm, das haben besonders die vier Gleitschirmkollegen zu schätzen gewusst, die ungewollt ihre Schirme beim Küsten- Soaren wässern mussten (ablandiger Wind hat durchgedrückt).

Auch mein Gleitschirm hatte sich unters das Urlaubsgepäck gemogelt, und so gab es neben dem Sonnenbaden auch ein paar schöne Flugtage mit zum Teil ergiebiger Herbstthermik, kleinen Streckenflügen in Palomaret bei Alicante und Soaren am eindrücklichen „Morro de Toix“ bei Calpe.

Der Spot hat’s in sich, man könnte denken es handelt sich um einfaches Seabrise- Soaren im dynamischen Aufwind – aber Obacht! Der Wind von SW muss passen, damit er gut ansteht und nicht schneidet. Das Startfenster ist oft nur kurz, davor ist’s zu schwach, dann kann man keine Höhe machen die es braucht, um einen landbaren Küstenfleck nach links oder rechts zu erreichen (alles Steilküste mit Brandung dazwischen).

Schnell schiebt die Seabrise den SW Wind weiter an, dann wird’s mit Starten grenzwertig aber es fliegt immer noch gut. Nehmen die Schaumkronen weiter zu und „white horses“ bäumen sich auf, so kann es schnell mal im Rückwärtsgang Richtung Kitestrand gehen, wo die Kiter mit 9 m2 Flügeln über’s Meer brettern.

Ich hatte Glück mit dem Wind der wirklich perfekt und laminar geblasen hat, und so konnte ich mich sogar vom Morro an die hintere Ridge (Bernia) versetzen lassen und das Hinterland „ersoaren“. Zurück an der Küste gab’s den krönenden Abschluss mit Flug über die Bucht und Landung am Strand von Calpe, zwischen Badenixen und Sangria- Töpfen.