Den XC- Startschuss haben wir mal wieder in Bassano auf der Alpensüdseite gegeben. Anfang bis Mitte März hat sich ein Fliegerhoch eingenistet, sowas sollte man nutzen. Adi war spontan dabei, und so ging’s nichts wie ab an die südlichen Ausläufer der Alpen vor der Poebene.

Auf dem Plan stand eigentlich auch mal ein Abstecher auf Feltre und Mornera (Tessin), aber in Feltre hatte es noch zu viel Schnee zum Hochfahren auf den Monte Avena, und im Tessin hat störender Nordföhn regiert. Einmal mehr hat sich Bassano als Top- Destination erwiesen.

Wir sind 6 Tage am Stück geflogen, konnten über 30 Flugstunden einchecken, und als Schmankerl ist die Thermik gegen Ende sogar immer besser geworden. Durchhaltewille war am 12. März gefragt: Mit Norte Forte und frischgewaschener Luft nach einer nächtlichen Front stand “hohe Labilität, sehr starke Thermik, hohe Basis und Streckenflugpotenzial nur für sehr geübte Piloten” in der DHV Flugwetterprognose.

Das hat allgemein dazu geführt, das sich Hinz-und-Kunz, Flugschüler wie XC-Cracks, am Monte Grappa in die Luft geworfen haben und ein thermisches Rodeo vom Feinsten erleben durften. Der zweite Schlauch mit noch halb verschlafenen Augen um 10 Uhr hat mich mit 5 m/s durchgehendem Steigen schon mal auf 2200m gebeamt, und das ist schon ordentlich hoch über Grund, wenn man bedenkt, dass die Poebene knapp über 0m steht. Danach war ich wach, was folgte waren 6h Up’s & Down’s.

Denn Thema vom gesamten Tag war, dass man zwar hoch kam, aber danach deftiges Sinken und Downwashes erleben durfte und eigentlich immer irgendwie im Vollgas im Wind stand. Über dem kleinen Fehler im Lee der Abrisskante lass ich jetzt mal lieber den Deckmantel des Schweigens, bin froh, dass ich da am Bergfuss wieder ausgespuckt wurde und weiterfliegen konnte (jetzt weiss ich auch was der Artik so alles mit macht…).

Am Tag darauf ging es zur Belohnung mit genau so guter Thermik und ohne Wind im Genussmodus über alle Gipfel, und so bin selbst ich mit meinem Oma-Tempo mal über den Bassano 100er hinaus gekommen.