Ein sommerliches Azorenhoch mit Hitzetagen bescherte uns zahlreiche Streckenflugtage. Unglaublich – aber in der Wetterküche hat Anfang Juli mal alles zusammengepasst: Labile Luftschichtung mit guter, zum Teil früher Thermik, wenig Wind bis in grosse Höhe und noch nicht einmal abendliche Gewitter die einen zur Landung zwingen.

Mit einer Woche Urlaub durfte ich an fünf Tagen in Folge 33 Flugstunden in kühlen Sphären verbringen. Es waren Niesen- Tage, für das Wallis hatte es wohl eine Spur zu viel Nordwind, zumindest wurden die weiten Flüge ausnahmsweise mal im BEO und nicht im Wallis gemacht.

Ich konnte mein Wunsch BEO Dreieck fliegen (Niesen – Pic Chaussy – Grindelwald – Spiez) und es am Super- Samstag sogar mit einer Verlängerung über den Brienzer Rothorngrat toppen.

Der Samstag bleibt mir im Kopf, die Thermik hatte schon am Morgen an der Niesenkette ergiebig gepumpt und die Flughöhe über 3000m einchecken lassen, und am Alpenhauptkamm konnte man spielerisch die hohen Berge überfliegen (Ruben war mit dem Tandem über der Jungfrau).

Für mich gab es während den langen Streckenflügen zahlreiche „Lessons-Learned“, die schönsten Momente waren dabei fast die „Magic-Hours“ am Abend ca. 1 – 2 Stunden vor der Landung. Für den Heimflug auf Spiez konnte ich ein paar Mal am Därliggrat in der Abendsonne ansoaren, das Morgenberghorn überhöhen und mit einem langen Abgleiter in Spiez vor der Haustür landen.

Bitte mehr davon!