Was für die Formel 1 Monza ist, ist für Gleitschirmpiloten die Rennstrecke Wallis – Chur: Ein hochalpiner Klassiker, bei dem es thermisch entlang des Alpenhauptkamms von Westen nach Osten geht.
Am Freitag war ausnahmsweise mal wieder schönes Wetter – eine Seltenheit in der ersten Jahreshälfte 2016. Ausserdem war schwacher Südwest- Wind und gute Thermik vorausgesagt, also prädestiniert dafür, dass auch ich mal meinen Sportwagen auf die Rennstrecke setzen durfte. Mit der Algodonales- Truppe hatten wir uns am Vortag zwar für das Jura entschieden, kurz vorm Einstieg in den Zug haben wir zum Glück noch auf das Wallis als Zieldestination umdisponiert, da im Jura die Bise gerockt hat. Mit Nicco und Silu ging’s auf die Riederalp, prima Sache, da bin ich vorher noch nie gestartet. Gemeinsam ging’s butterweich das Goms bis zum Grimselpass hoch.

Da der Grimseler von Norden geschlafen hat, brauchte es gar nicht viel Höhe um vom Siedelhorn an die Furka zukommen. Sogar direkt am Grimselpass, wo man sonst runtergespült wird war noch Thermik zu finden.

Von da an folgte Neuland bis Andermatt für mich, es war genial!

Die Hochalpen noch im Schnee ging’s bei herrlichen Bedingungen, Rückenwind und hoher Gleitzahl an Furka / Realp vorbei, via Andermatt über den Oberalppass in die Surselva.

Die Strecke bis Flims kannte ich schon aus vorherigen Besuchen, und so war ich am Nachmittag oberhalb Chur, um noch mit genügend Höhe Richtung Sargans zu gleiten.

Zum grossen Erstaunen konnte ich mich mit einem Low Save in Sargans (echt tief) über dem Gonzen ausgraben und die Abendflanken ein kleines Stück Richtung Walensee absurfen. Das war genial, mit ein bisschen mehr Geduld wär’s noch deutlich höher und über den Walensee / Churfirsten gegangen.

Aber ich wollte zum Landen zurück auf Sargans und mit idealer Zugverbindung zurück in die Heimat. Wow – genialer Tag und eindrücklicher Flug entlang der hohen Berge, hier der Link zum Flug. Mehr Bilder gibt’s in der Wallis- und Graubünden Gallery.

