Jura 2 ALPS

Am Samstag (9.7.) haben wir uns mit der Algodonales Truppe für das Jura verabredet. Ebenfalls mit dabei mein Fluglehrer Biiitli, cool!

Startplatz Weissenstein Nord

In der Nacht zuvor hatten die Wetterfrösche eine „nichtaktive Kaltfront“ verkündet, die die abgestandene Warmluft weggeputzt hat, und uns mit frischer, thermisch aktiver Luft versorgt hat. Da uns das Jura dieses Jahr noch mit wenigen Flügen beglückt hat, stand der Entscheid für die grüne Krete schnell fest.

Langenthal

Am Morgen war der verschlafene Blick auf die Windwerte leider ernüchternd – zu viel Wind (W / NW). Na ja, in der Hoffnung, dass der noch nachlassen würde, haben wir uns trotzdem mal auf den Weg nach Solothurn gemacht. Nach dem Einfinden und Hardcore- Käffelen, wollte die Windfahne am Weissenstein einfach nicht von Nord auf Süd schwenken.

Emmental, Höhe Napf

Also ging’s hoch zum Nordstartplatz (Röti), wo schon ein paar Schirme am Soaren waren. Ich hatte die glorreiche Idee, mich auf die thermische Südseite spülen zu lassen. Ich hatte vor dem Start einen Schirm thermisch hochdrehen sehen und dachte, man könne jetzt südseitig auf Strecke, anstatt nordseitig zu soaren… Ganz schlechte Idee… und 10min später stand ich schon wieder am Boden, vom Balmpass- Nordwind am Jurasüdfuss ausgespuckt, und das mittags um 12.00! Um 13.30 war ich zum Glück schon wieder airborne, dazwischen lag hektisches Einpacken, Joggen auf das Postauto und Joggen zum Stierenberg, mit Aufziehen am kleinen Nordstartplatz.

Hohgant

Nach etwas unmotiviertem Hin- und Hergecruise an der Jurakette bin ich ins Flachland gegangen, und ab da waren die Bedingungen genial! Über weite Strecken allein, und für mich im fliegerischen Neuland, konnte ich mich über das Mittelland an die Hügel des Emmentals mogeln.

Interlaken

Auch im Emmental sind ein paar low saves zu meinen Gunsten ausgefallen, und so konnte ich an der Marbachegg wieder die erste Alpenthermik ausdrehen. Dass dann am Abend der Sprung an die thermisch sicheren Westflanken (Hohgant, Sieben Hengste, Därliggrat) geklappt hat, war genial.

Morgenberghorn am Abend

An den westexponierten Felsen, mit Westwind und mit der Sonne tief im Westen war Ridge- Soaren vom Feinsten angesagt. So konnte ich am Abend vom Morgenberghorn nach Spiez abgleiten und um 20.00 Uhr zu Hause landen. Hier der Link zum Flug. Mehr Bilder gibt’s in der Jura- und BEO Gallery.

Letzter Abgleiter nach Spiez